Bio Basisches Protein aus gekeimter Lupine – 1000 g
Lupinenprotein aus gekeimter Bio-Süßlupine – 1000 g
Lupinen sind Hülsenfrüchte – und eine der eiweißreichsten Pflanzen, die in Mitteleuropa wachsen. Für dieses Pulver werden Bio-Süßlupinen zunächst zum Keimen gebracht und erst danach vermahlen. Übrig bleibt ein Pulver mit hohem Proteingehalt und hohem Ballaststoffgehalt, glutenfrei und ohne jeden Zusatz. Ein Kilo reicht für etwa 50 bis 100 Portionen. Zutat: 100 % gekeimte Bio-Lupine, sonst nichts.
Beschreibung
Die eiweißreichste Hülsenfrucht, die bei uns wächst
Wer an pflanzliches Protein denkt, denkt an Soja, Erbse oder Reis – fast immer an etwas, das über den halben Globus transportiert wurde. Dabei wächst die proteinreichste Alternative direkt vor der Haustür. Lupinen gedeihen auf mageren, sandigen Böden, auf denen sich andere Kulturen schwertun, und ihre Samen enthalten je nach Art zwischen 30 und 40 Prozent Eiweiß.
Dieses Pulver besteht aus genau einer Zutat: gekeimter Bio-Süßlupine aus österreichischem Anbau. Kein Aroma, kein Süßstoff, kein Verdickungsmittel, kein Trennmittel. Was auf der Rückseite steht, passt in eine Zeile.
Warum es die Lupine als Lebensmittel fast nicht gegeben hätte
Die Geschichte der Lupine ist eine der interessantesten in der Pflanzenzüchtung – und sie hätte beinahe anders geendet.
Lupinen werden seit Jahrtausenden genutzt. Im alten Ägypten wurden sie angebaut, die Römer aßen sie eingelegt, und in den Anden kultivierten indigene Gemeinschaften die Art Lupinus mutabilis, dort tarwi genannt. Es gab nur ein Problem: Die Samen sind bitter. Verantwortlich dafür sind Chinolizidinalkaloide, natürliche Fraßschutzstoffe der Pflanze. Wer Lupinen essen wollte, musste sie tagelang wässern – ein mühsames Verfahren, das die Lupine in Europa auf die Rolle einer reinen Gründüngungspflanze zurückwarf.
Das änderte sich 1928. Der Pflanzenzüchter Reinhold von Sengbusch arbeitete am neu gegründeten Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung in Müncheberg an einer Frage, die ihm sein Chef Erwin Baur in einer Vorlesung gestellt hatte: Ließen sich alkaloidfreie Lupinen finden? Von Sengbusch entwickelte dafür ein Schnellverfahren, mit dem sich Samen massenhaft auf Bitterstoffe prüfen ließen – simpel genug, um es an Millionen Einzelpflanzen anzuwenden, und wirkungsvoll genug, dass die spätere Verwertungsgesellschaft darauf bestand, das Verfahren zunächst nicht zu veröffentlichen.
1928 fand er die ersten alkaloidfreien Einzelpflanzen. Aus ihnen entstand die Süßlupine – bis heute ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie aus einer Wildpflanze eine Kulturpflanze wird. Ohne diese Arbeit gäbe es kein Lupinenmehl, keinen Lupinenkaffee und kein Proteinpulver wie dieses.
Alle heute als Lebensmittel verwendeten Lupinen sind Süßlupinen. Die Bitterstoffe sind herausgezüchtet, nicht herausgewaschen.
Was das Keimen ändert
Für dieses Pulver werden die Lupinen nicht einfach gemahlen, sondern zuvor zum Keimen gebracht.
Keimung ist der Moment, in dem ein ruhender Samen sein Stoffwechselprogramm startet. Enzyme werden aktiv, Speicherstoffe werden mobilisiert, das Korn beginnt sich in eine Pflanze zu verwandeln. Bei Hülsenfrüchten hat das einen praktischen Nebeneffekt: Ein Teil der schwer verdaulichen Mehrfachzucker wird bereits im Samen abgebaut – jene Stoffe, die Hülsenfrüchte für manche Menschen unbekömmlich machen. Deshalb wird gekeimtes Lupinenmehl von vielen als milder empfunden als ungekeimtes.
Anschließend wird schonend getrocknet und vermahlen. Das Ergebnis ist ein hellbeiges, leicht griffiges Pulver.
Ehrlich zum Geschmack
Das gehört gesagt, bevor du bestellst: Dieses Pulver schmeckt nicht wie ein Vanille-Whey.
Der Geschmack ist herb-nussig, leicht hülsenfruchtig, deutlich präsent und ungesüßt. Wer ein aromatisiertes Proteinpulver gewohnt ist, wird ihn beim ersten Mal ungewohnt finden – das ist die häufigste Rückmeldung zu diesem Produkt, und wir schreiben es lieber hin, als dass du es selbst herausfindest.
Was zuverlässig funktioniert: warmes Porridge, Haferbrei, kräftige Smoothies mit Banane, Mango oder Beeren, Pflanzendrinks mit Eigengeschmack (Mandel, Hafer), dazu Zimt, Kakao, Vanille oder Datteln. Beim Backen fällt der Geschmack praktisch nicht auf.
Was oft nicht funktioniert: pur in Wasser eingerührt, und der klassische Post-Workout-Shake ohne weitere Zutaten.
Zur Konsistenz: Das Pulver ist nicht ganz so fein wie ein isoliertes Proteinpulver und kann leicht körnig bleiben. Im Porridge ist das angenehm, im dünnen Shake merkt man es.
Was drinsteckt – in Zahlen
Pro 100 g liefert das Pulver 36 g Eiweiß. Damit stammen über 40 Prozent der Kalorien aus Protein, und das Produkt erfüllt die Kriterien für die Angabe „hoher Proteingehalt”. Mit 13 g Ballaststoffen pro 100 g gilt zudem „hoher Ballaststoffgehalt”, mit 4 g Zucker die Angabe „zuckerarm”.
Eiweiß trägt zu einer Zunahme an Muskelmasse bei, zur Erhaltung von Muskelmasse und zur Erhaltung normaler Knochen.
Eine Anmerkung zur Einordnung: Lupinenprotein ist – wie Hülsenfruchtproteine generell – vergleichsweise reich an Lysin und eher knapp an den schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein. Getreide verhält sich genau umgekehrt. Deshalb ergänzen sich Hülsenfrucht und Getreide über den Tag verteilt gut – ein Grund mehr, das Pulver ins Müsli oder in Gebäck zu geben statt nur in den Shake. Ein vollständiges Aminosäureprofil dieser Charge liegt uns nicht vor; wenn dir das wichtig ist, sag Bescheid, wir fragen es beim Hersteller an.
Und die Pflanze selbst
Lupinen gehören zu den Leguminosen und binden über Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft. Sie hinterlassen den Boden also angereicherter, als sie ihn vorgefunden haben, und brauchen selbst keinen Stickstoffdünger – einer der Gründe, warum sie im Bio-Landbau als Vorfrucht geschätzt werden. Dazu kommt der kurze Weg: Anbau und Verarbeitung finden in Österreich statt.
Anwendung
Empfohlene Menge: 1–2 Esslöffel (ca. 10–20 g) pro Portion. 1000 g reichen damit für rund 50 bis 100 Portionen.
So verwendest du es
- Im Porridge. Die mit Abstand beliebteste Variante. 1–2 EL unterrühren, fertig. Funktioniert warm besser als kalt.
- Im Smoothie. Mit Banane, Mango, Beeren, Datteln oder Kakao. Je kräftiger die Basis, desto unauffälliger das Lupinenaroma.
- Beim Backen. Ersetzt einen Teil des Mehls in Pfannkuchen, Waffeln, Brot und Muffins. Wegen der Bindekraft etwas mehr Flüssigkeit einplanen.
- In Suppen und Saucen. Ein Löffel bindet leicht und erhöht den Eiweißanteil.
- Im Müsli oder Joghurt. Einfach darüberstreuen.
Praxistipp: Erst mit wenig Flüssigkeit zu einer Paste anrühren, dann auffüllen – dann klumpt nichts.
Produktdaten
Bezeichnung: Lupinenmehl aus gekeimter Lupine, Bio Zutaten: 100 % Bio-Lupine (gekeimt) Füllmenge: 1000 g Marke: Effective Nature Produktionsland: Österreich Verwendung: 1–2 EL (ca. 10–20 g) in Smoothies, Shakes, Müsli, beim Backen oder zum Binden von Suppen und Saucen
Durchschnittliche Nährwerte
| pro 100 g | pro Portion (20 g) | |
|---|---|---|
| Brennwert | 1456 kJ / 348 kcal | 291 kJ / 70 kcal |
| Fett | 6,5 g | 1,3 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 1,35 g | 0,3 g |
| Kohlenhydrate | 29,5 g | 5,9 g |
| davon Zucker | 4,0 g | 0,8 g |
| Ballaststoffe | 13,0 g | 2,6 g |
| Eiweiß | 36,0 g | 7,2 g |
| Salz | 0,10 g | 0,02 g |
Allergiehinweis Enthält Lupine. Lupine ist ein kennzeichnungspflichtiges Allergen. Wichtig: Zwischen Lupine und Erdnuss besteht eine bekannte Kreuzreaktivität – wer auf Erdnuss allergisch reagiert, sollte Lupinenprodukte nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden. Auch Kreuzreaktionen mit anderen Hülsenfrüchten sind möglich.
Aufbewahrung Trocken, kühl und lichtgeschützt lagern. Nach dem Öffnen gut verschließen.
FAQ
Ist das Süßlupine oder Bitterlupine? Süßlupine. Alle Lupinen, die als Lebensmittel verwendet werden, sind alkaloidarme Zuchtformen. Die Bitterstoffe wurden herausgezüchtet, nicht herausgewaschen.
Wie schmeckt es? Herb-nussig und ungesüßt, mit deutlichem Hülsenfruchtcharakter. Im Porridge, in kräftigen Smoothies und beim Backen geht es gut auf. Pur in Wasser ist es Geschmackssache – und meistens keine gute.
Wie viel nehme ich pro Portion? 1 bis 2 Esslöffel, also etwa 10 bis 20 g. Das sind rund 7 g Eiweiß bei 20 g Pulver.
Wie lange reicht ein Kilo? Bei einer Portion täglich zwischen 50 und 100 Tagen, je nach Dosierung.
Ist es glutenfrei? Lupine ist von Natur aus glutenfrei. Für Zöliakie-Betroffene ist zusätzlich die Frage relevant, ob im Betrieb glutenhaltiges Getreide verarbeitet wird – dazu geben wir gern die Herstellerauskunft weiter.
Ist es vegan? Ja, eine rein pflanzliche Zutat.
Was bedeutet „gekeimt”? Die Samen werden vor dem Vermahlen zum Keimen gebracht. Dabei startet der Stoffwechsel des Korns, und ein Teil der schwer verdaulichen Mehrfachzucker wird bereits im Samen abgebaut.
Ich habe eine Erdnussallergie – kann ich das nehmen? Bitte nicht ohne ärztliche Abklärung. Zwischen Lupine und Erdnuss gibt es eine gut dokumentierte Kreuzreaktivität.
Kann ich damit Mehl ersetzen? Teilweise. Als Anteil von etwa 20 bis 30 Prozent der Mehlmenge funktioniert es gut. Vollständig ersetzen lässt es sich nicht, weil das Klebergerüst fehlt.
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