Imanitu – Sea Moss
Purple Sea Moss aus Tansania – von Hand im Ozean geerntet
Sea Moss (Eucheuma denticulatum) ist eine rote Meeresalge aus dem Indischen Ozean. Vor der Küste Tansanias wird sie in Unterwassergärten kultiviert und bei Ebbe von Hand geerntet – eine Arbeit, die dort zu fast 90 % von Frauen gemacht wird. Wir mahlen die sonnengetrocknete Alge fein und füllen sie unbehandelt ab: 100 % Alge, sonst nichts. Vegan, gluten- und laktosefrei, im wiederverwendbaren Braunglas.
Beschreibung
Ein Garten, den man nur bei Ebbe betreten kann
Zweimal am Tag zieht sich der Indische Ozean von der Ostküste Sansibars zurück und legt etwas frei, das aussieht wie ein Feld: Reihen von Holzpflöcken, dazwischen gespannte Leinen, an denen büschelweise rote Algen hängen. Es ist ein Garten – nur eben unter Wasser.
Die Bäuerinnen waten in knietiefem Wasser hinaus, binden junge Algentriebe mit dünnen Bastschnüren an die Leinen und kommen wieder. Vier bis zehn Wochen später ist die Ernte reif. In der Zwischenzeit hat niemand gegossen, gedüngt oder gespritzt. Die Alge nimmt sich alles, was sie braucht, aus dem Meerwasser – Licht, Strömung, Mineralstoffe. Kein Süßwasser, kein Ackerland, kein Futter.
Genau von dort kommt dieses Sea Moss.
Was Sea Moss eigentlich ist
Sea Moss ist kein Moos und keine Pflanze. Es ist eine Rotalge – ein Meeresorganismus, der schon lange existierte, bevor es Landpflanzen gab. Unsere Art heißt botanisch Eucheuma denticulatum, im Handel seit Jahrzehnten unter dem Namen „Spinosum” bekannt. Sie wächst als dichtes, stacheliges Büschel in warmen, flachen Küstengewässern und schimmert je nach Licht und Reifegrad rötlich, violett oder olivbraun.
„Sea Moss” ist dabei ein Sammelbegriff. Er meint mal Chondrus crispus aus dem Nordatlantik, mal Gracilaria aus der Karibik, mal – wie hier – eine Eucheumatoide aus dem Indischen Ozean. Uns ist wichtig, dass auf dem Etikett steht, welche Alge tatsächlich im Glas ist. Deshalb: Eucheuma denticulatum, ausgeschrieben, jedes Mal.
Die Geschichte?
Wilde Algen wurden vor Sansibar zwar seit jeher gesammelt und in den 1950er- bis 70er-Jahren auch exportiert, bis die Wildbestände einbrachen. Ein Botaniker der Universität Daressalam, Prof. Keto Mshigeni, erforschte ab den 1970er-Jahren, ob man die Algen stattdessen kultivieren könnte. 1989 startete die erste kommerzielle Kultur in den Dörfern Paje und Jambiani an der Ostküste Unguja – mit Setzlingen, die von den Philippinen importiert wurden, weil die lokale Varietät sich nicht kultivieren ließ.
Was danach passierte, ist der eigentliche Punkt: Der Algenanbau wurde zu einer der wenigen Einkommensquellen, die Frauen an dieser Küste selbstständig kontrollieren. Rund 88 % der Algenbäuerinnen auf Sansibar sind Frauen. Auf Swahili heißt die Alge mwani – eine schwedische Feldstudie aus dem Jahr 1992 über das Dorf Paje trug schlicht den Titel „Mwani is Money”. Für viele Haushalte ist das bis heute wörtlich zu nehmen.
Wir schreiben also nicht „seit Jahrhunderten”. Wir schreiben: seit 1989, aufgebaut von Küstengemeinschaften, getragen von Frauen – und genau deshalb erzählenswert.
Warum Sea Moss sich so verhält, wie er sich verhält
Wer Sea Moss zum ersten Mal in Wasser einrührt, merkt sofort: Da passiert etwas. Die Flüssigkeit wird dicker, samtiger, leicht gelierend.
Der Grund ist ein natürlicher Bestandteil der Zellwand. Eucheumatoide Rotalgen bilden Carrageen – lange Zuckerketten, die Wasser binden. Unsere Art bildet vor allem Iota-Carrageen, das weiche, elastische, cremige Gele ergibt; die Schwesterart Kappaphycus („Cottonii”) bildet Kappa-Carrageen, das deutlich fester wird. Deshalb wird ausgerechnet Spinosum in der Lebensmittelindustrie für alles Cremige verwendet.
Wichtig: In unserem Glas ist kein extrahiertes Carrageen (der Zusatzstoff E 407). Es ist die ganze, unveränderte Alge, gemahlen. Die Bindekraft ist dadurch milder und ungleichmäßiger als bei einem isolierten Zusatzstoff – dafür ist es ein Lebensmittel und kein Extrakt.
Vom Meer ins Glas
Ernte. Bei Ebbe, von Hand, im flachen Wasser. Geerntet wird der Aufwuchs, die Basis bleibt für die nächste Wachstumsphase stehen.
Trocknung. In der Sonne auf Matten, über mehrere Tage. Keine Heißluftöfen, keine Röstung.
Reinigung. Salzkrusten, Sand und Beibewuchs werden ausgesiebt und ausgewaschen.
Mahlung. Fein vermahlen, ohne Hitzeeintrag – das Pulver bleibt roh.
Abfüllung. Ohne Trennmittel, ohne Rieselhilfe, direkt ins Braunglas.
Warum Braunglas
Farbe und Aroma von Naturpulvern reagieren empfindlich auf Licht. Braunglas hält den kritischen UV- und Blaulichtanteil weitgehend zurück und schützt den Inhalt spürbar besser als klares Glas oder Kunststoff. Es nimmt keinen Geruch an, gibt nichts ab und lässt sich danach weiterverwenden – als Gewürzglas, für Saatgut, für alles, was ein dichtes Glas braucht. Verpackung ist für uns kein Restposten am Ende der Kalkulation.
Was das Produkt besonders macht
Die Art steht auf dem Etikett. Viele Sea-Moss-Produkte deklarieren nur „Meeresalge”. Bei uns steht Eucheuma denticulatum – auf dem Glas, im Shop, in den Unterlagen. Wer weiß, was er kauft, kann vergleichen.
Ganze Alge statt Extrakt. Kein isoliertes Carrageen, kein Konzentrat, kein Standardisierungsschritt. Eine Zutat, 100 %.
Ungeröstet, unerhitzt, ungesüßt. Sonnengetrocknet und kalt vermahlen. Kein Zucker, keine Aromen, keine Säureregulatoren, keine Rieselhilfen.
Rückverfolgbare Herkunft, direkter Handel. Wir kaufen über einen festen Handelspartner an der tansanischen Küste – ohne anonyme Zwischenkette. Das ist kein Zertifikat, sondern eine Beziehung.
Ein Anbau, der nichts verbraucht. Kein Ackerland, kein Süßwasser, kein Dünger, kein Futter. Die Alge wächst mit dem, was ohnehin im Meer ist. Wenige Formen der Lebensmittelerzeugung kommen mit so wenig aus.
Braunglas statt Plastikdose. Lichtdicht, plastikfrei, wiederverwendbar.
Zwei Größen. 50 g zum Kennenlernen, 150 g für alle, die es täglich verwenden.
Anwendung & Genuss
Verzehrempfehlung: 3 g (½ Teelöffel) täglich.
Geschmack. Mild-maritim, leicht salzig, ohne Bitterkeit. Deutlich zurückhaltender als Nori oder Spirulina – in Fruchtsmoothies verschwindet der Meeresnote fast vollständig.
So verwendest du es
- Im Glas Wasser. ½ TL einrühren, kurz stehen lassen, nochmal rühren. Wird leicht samtig.
- Im Smoothie. Passt zu Mango, Ananas, Banane, Beeren. Die Bindung macht den Smoothie cremiger, ganz ohne Banane.
- Als Gel-Basis. ½ TL in 100 ml Wasser oder Pflanzendrink, ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Ergibt eine weiche, löffelbare Basis für Puddings und Overnight-Ansätze.
- Im Dressing. Emulgiert Öl und Säure ein Stück weit und macht Vinaigretten sämiger.
- In Bowls & Joghurt. Einfach unterrühren.
Nicht stark erhitzen. Das Pulver ist roh – wir empfehlen, es erst nach dem Kochen unterzurühren.
Tipp für den Anfang. Fang mit einer kleineren Menge an und rühre gründlich – klumpt sonst gern, wie jedes bindende Pulver.
Angaben und Hinweise
Bezeichnung: Nahrungsergänzungsmittel – Meeresalgenpulver (Eucheuma denticulatum) Zutaten: 100 % Meeresalgenpulver (Eucheuma denticulatum) Nettofüllmenge: 50 g / 150 g Verzehrempfehlung: 3 g (½ Teelöffel) täglich, eingerührt in Wasser, Saft, Smoothies oder Bowls
Durchschnittliche Nährwerte pro Tagesdosis (3 g)
| pro 3 g | |
|---|---|
| Brennwert | 21 kJ / 5 kcal |
| Fett | < 0,5 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | < 0,5 g |
| Kohlenhydrate | 0,8 g |
| davon Zucker | < 0,5 g |
| Ballaststoffe | 0,9 g |
| Eiweiß | < 0,5 g |
| Salz | 0,17 g |
| Jod | 45 µg (30 % NRV*) |
* NRV = Nährstoffbezugswert für die tägliche Zufuhr gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011.
Aufbewahrung Geschlossen, trocken, kühl und lichtgeschützt lagern. Mindesthaltbarkeitsdatum: siehe Glasboden.
Wichtige Hinweise Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Jod-Hinweis Enthält Jod. Eine übermäßige Zufuhr von Jod kann zu Störungen der Schilddrüsenfunktion führen. Bei Schilddrüsenerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern nur nach ärztlicher Rücksprache.
Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer IMANITU UG (haftungsbeschränkt), Hauptstraße 31, 31020 Salzhemmendorf, Deutschland
Über imanitu – Wer hinter dem Glas steht
imanitu heißt „kollektive Schöpferkraft” – ein Kunstwort aus zwei Sprachen. Imani kommt aus dem Swahili und bedeutet Glaube: an sich selbst, an die eigene Gemeinschaft, an Gerechtigkeit. Manitu stammt aus der Sprachwelt nordamerikanischer Ureinwohner und beschreibt die Kraft, die in allem Lebendigen wirkt.
FAQ
Was genau ist Sea Moss? Eine Rotalge. Unsere Art ist Eucheuma denticulatum, im Handel „Spinosum” genannt. Sie wächst in warmen, flachen Küstengewässern – bei uns in den Lagunen vor Tansania.
Ist das dasselbe wie irisches Moos? Nein. Irisches Moos ist Chondrus crispus aus dem Nordatlantik. „Sea Moss” ist ein Sammelbegriff für mehrere Rotalgen. Beide gehören zur gleichen Familie von carrageenbildenden Algen, sind aber verschiedene Arten.
Wie schmeckt es? Mild, leicht salzig-maritim, nicht bitter. In Fruchtsmoothies fällt der Geschmack kaum auf.
Wird es wild gesammelt? Nein – es wird in Meereskulturen gezogen: an Leinen befestigt, im offenen Wasser gewachsen, bei Ebbe von Hand geerntet. Kein Dünger, kein Süßwasser, kein Ackerland.
Warum bindet es Flüssigkeit? Weil die Alge von Natur aus Carrageen in ihrer Zellwand bildet – langkettige Zuckerverbindungen, die Wasser aufnehmen. Es handelt sich dabei nicht um den Zusatzstoff E 407, sondern um die ganze, unveränderte Alge.
Kann ich es zum Kochen oder Backen nehmen? Rühre es lieber nach dem Erhitzen unter. Das Pulver ist roh, und starke Hitze wollen wir ihm nicht zumuten.
Wie viel nehme ich? 3 g, also etwa einen halben Teelöffel pro Tag. Diese Menge bitte nicht überschreiten.
Warum Braunglas? Weil Licht Farbe und Aroma angreift. Braunglas schirmt UV-Licht ab, ist geschmacksneutral, plastikfrei und weiterverwendbar.
Gibt es Hinweise zu Jod? Ja. Sea Moss enthält von Natur aus Jod – 45 µg pro Tagesdosis. Bei Schilddrüsenerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern bitte vorher ärztlich abklären lassen.
Zusätzliche Informationen
| Menge | 50g Pulver, 150g Pulver, 100 Kapseln |
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